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Labor: Events 2014/15

Jamila Adeli: Kuratieren als Schnittstelle?

Einige Überlegungen zu den globalen Strömungen zwischen den Kunstwelten der Gegenwart
Di 12. 05. 2015, 19.30


Die Kunstwelt der Gegenwart scheint ein ziemlich utopischer – gleichsam idealer – Ort zu sein: keine nationalstaatlichen Grenzen, keine Identitätsfragen, keine Sprachprobleme mehr. Künstler_innen, Kurator_innen, Kunstwerke, Texte und Publikum bewegen sich offenbar mühelos durch unterschiedliche kulturelle Felder. Und die kontinuierliche Ausbreitung von Biennalen und Kunstmessen erweckt den Eindruck einer wahrhaft globalen Karte der Gegenwartskunst.

Befassen wir uns jedoch kritisch mit diesen globalen Strömungen sowie mit der Frage, inwiefern diese eine Weltkarte der Kunst bilden, ist es fraglos notwendig, erheblich tiefer zu blicken. Denn die heutige Kunstwelt ist kein Produkt reibungsloser Globalisierungsbahnen – wie häufig allzu rasch angenommen wird. Sie ist vielmehr ein komplexer sozialer Raum, der sich im Begriff befindet, translokal zu werden. Am Beispiel der zeitgenössischen Praxis des Kuratierens wird die Kuratorin Jamila Adeli diesen globalen Strömungen nachgehen und identifizieren, wie sie sich begegnen, um so herauszufinden, was das „Translokale“ für die zeitgenössische Kunstwelt bedeuten könnte.


Eine Veranstaltung im Rahmen der künstlerischen Investigation The Politics of Comfort von Raja'a Khalid.

Jamila Adeli lebt als Kunstwissenschaftlerin, Kuratorin und Autorin in Berlin. Nach ihrem Studium der europäischen Kunstgeschichte, Filmwissenschaften und Anglistik an der Freien Universität Berlin und der FAMU Filmschule in Prag arbeitete sie im Haus der Kulturen der Welt in Berlin im Bereich bildende Kunst und Film. 2008–09 war sie Assistenzkuratorin und dann kuratorische Leiterin der Indian Art Gallery Bodhi in Berlin. Seitdem ist sie als Kuratorin, Koordinatorin und Beraterin für zahlreische Ausstellungsprojekte tätig. Jamila Adeli arbeitet gegenwärtig an ihrem PhD „Art, Market and the Media: Contemporary Indian Art (Worlds) Since Economic Liberalization“ an der Humboldt Universität in Berlin.
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Aufnahme eines interaktiven Kunstwerks, Pepper House Residency Ausstellung. Mandalay Hall, Kochi-Muziris Biennale