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Labor: Events 2013/14

Sway Uncertainly

Szenische Diskussion zum Paradox des Spekulativen
Alexandra Heimes, Silke Ötsch, Cathleen Schuster & Marcel Dickhage, Marina Vishmidt
Di 06. 05. 2014, 19.00


Finanzökonomie und Film teilen eine distanzierte Beziehung zur Zukunft und zum Lauf der Dinge. Die Finanzökonomie sucht in der Zukunft nach Diamanten, um sie heute einzulösen, oder kolonialisiert gar die Zukunft. Der Film folgt seinerseits einem Verlauf, der im Loop die Bedingung eines Zukunftsglaubens hinterfragt. Ist nun trotz aller Bestrebungen die Zukunft für beide grundsätzlich unerreichbar?
Wenn Distanz eine Verbindung zwischen zwei oder mehr Punkten darstellt, ist es dann nicht möglich dazwischen zu gehen, für eine kurze Unterhaltung, um sich ein wenig näher zu kommen? Und ist somit die indefinierte Distanz eine grundlegende Eigenschaft von Spekulationen, oder gibt Spekulation der Distanz eine Form? Der Raum der szenischen Diskussion wird durch filmische Einspielungen auf Monitoren strukturiert. Referentinnen und BesucherInnen können sich in diesem Raum ihren Platz frei suchen.
(Text: Cathleen Schuster und Marcel Dickhage)

Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts Das Paradox des Spekulativen von Marcel Dickhage & Cathleen Schuster.


Alexandra Heimes ist Kultur- und Literaturwissenschaftlerin, seit November 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität in Frankfurt/Main, dort beteiligt am DFG-Schwerpunktprogramm Ästhetische Eigenzeiten. Zeit und Darstellung in der polychronen Moderne. Seit 2009 Mitherausgeberin des August Verlags, Berlin, einem Verlag für Theorie im Schnittpunkt von Philosophie, Politik und Kunst.

Silke Ötsch forscht und lehrt als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Universität Innsbruck. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Finanz- und Wirtschaftssoziologie, Steueroasen, Globalisierung, Regulierung und Transformation. Sie hat u.a. ein FWF-Projekt zu ArchitektInnen in der Finanzialisierung realisiert, eine Wanderausstellung zu Steueroasen in Europa (zusammen mit Celia Di Pauli) und eine Vielzahl von Artikeln, Büchern und sonstige Beiträge publiziert. Ötsch ist aktiv bei Attac und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac Deutschland.

Die in London lebende Autorin und Kritikerin Marina Vishmidt befasst sich in ihrer Arbeit vornehmlich mit Fragen zu Kunst, Arbeit, Materialität, Feminismus und Wertform. Sie fokussiert ihr Interesse auf die Beziehung zwischen der künstlerischen Praxis und ihren Bedingungen, und darauf, welche Formen von Subjektivität hier produziert werden. Kürzlich promovierte sie an der Queen Mary University of London über das Thema „Spekulation als Produktionsweise im Bereich Kunst und Kapital“. Sie schreibt regelmäßige Beiträge zu Katalogen, Anthologien, Zeitschriften und Magazinen wie Mute, Afterall, Parkett und Texte zur Kunst. Zudem arbeitet sie in den kollektiven Projekten Unemployed Cinema und Cinenova. Derzeit schreibt sie mit Kerstin Stakemeier an einem Buch über die Politik der Autonomie und der Reproduktion in der Kunst.
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Cathleen Schuster & Marcel Dickhage: Money and trade considered (Making of)