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Labor: Events 2013/14

Der Slogan, der Protest, ihre Institution und das Spekulative

Sezgin BOYNIK | Petra GERSCHNER | Vlad MORARIU feat. ArtLeaks, Chto Delat? und Liberate Tate | Cathleen SCHUSTER & Marcel DICKHAGE
Ausstellung kuratiert von Andrei Siclodi
Dauer der Ausstellung verlängert bis 30.01.2014


Die StipendiatInnen des Internationalen Fellowship-Programms für Kunst und Theorie 2013/14 geben Einblick in ihre Arbeit der kommenden Monate. Es geht um die Kunst der Slogans (Boynik), das Verhältnis von Subjekt, Körper und Macht in globalen Protestbewegungen (Gerschner), um aktuelle Diskurse der Institutionskritik (Morariu) sowie das Paradox des Spekulativen (Schuster & Dickhage).

Der Titel der Ausstellung lehnt sich an den Titel eines Films von Peter Greenaway an: Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber (engl. Originaltitel: The Cook, the Thief, His Wife & Her Lover). Der Film kam 1989 in die Kinos und wurde unter anderem als eine Kritik an den Thatcherismus der 1980er Jahre angesehen, dessen radikale Privatisierungen und Zerschlagungskämpfe gegen die Gewerkschaften in Großbritannien zur Herausbildung einer neuen konservativ-liberaler Klasse mit ausgeprägtem Machtanspruch führte. Anders jedoch als die vier HauptakteurInnen im Film Greenaways werden der Slogan, der Protest, ihre Institution und das Spekulative in ihren Liaisons zueinander als positiv – wenn auch widersprüchlich – besetzte Figuren des Widerstands gegenüber einer gegenwärtigen Ordnungsmacht gedacht, die den Geist des Thatcherismus – bewusst oder unbewusst – anruft und das gegenwärtige Paradigma des Regierens mitbestimmt.

Die KünstlerInnen zeigen in der Ausstellung Der Slogan, der Protest, ihre Institution und das Spekulative jeweils eine aktuelle Arbeit, die im Zusammenhang mit ihrem jeweiligen Projekt in Büchsenhausen steht. Dazu können Interessierte die einführenden Präsentationen der KünstlerInnen am Beginn des Fellowship-Jahres (die Start Up Lectures 2013/14) ansehen.


Ausstellungsdetails:

Der Slogan, der Protest, ihre Institution und das Spekulative
Sezgin BOYNIK | Petra GERSCHNER | Vlad MORARIU feat. ArtLeaks, Chto Delat? und Liberate Tate | Cathleen SCHUSTER & Marcel DICKHAGE

kuratiert von Andrei Siclodi

Eröffnung (im Rahmen der Premierentage 2013): Fr 08.11.2013, 18.00 Uhr
http://www.premierentage.at/
Ausstellungsdauer (verlängert): 12.11. - 30.01.2014

Öffnungszeiten:
Di u Do 14.00 – 18.00
sowie nach Vereinbarung
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Cathleen Schuster & Marcel Dickhage: Layers, Videostill, 2013

Sezgin Boynik
The Art of Slogans


Sezgin Boynik beschäftigt sich in seiner Arbeit in Büchsenhausen mit der Beziehung zwischen Kunst und Slogans, als Fortsetzung seiner Arbeit aus jüngerer Zeit, die sich mit der Verwendung von Slogans in der zeitgenössischen Kunst, dabei insbesondere in der Konzeptkunst, befasst.

Den Ausgangspunkt bildet die Annahme, dass „linguistische Postulate“ für die meisten Theorien und Praktiken der Konzeptkunst als konstitutive Elemente dienen. Um sich diesen Postulaten in praktischerer Weise anzunähern, schlägt Boynik eine These vor, die es uns vielleicht ermöglicht, auf pragmatische Weise mit Sprache umzugehen, d.h. sich mit den „performativen“ Aspekten von Sprache zu befassen, um zu den „konstativen“ Aspekten von Konzeptkunst zu gelangen. Der beste Weg, um dieses Ziel zu erreichen, ist, die Beziehung zwischen Kunst und Slogans zu untersuchen, und zwar sowohl Slogans des Kunstdiskurses als auch politische Slogans, mit denen die Kunst sich befasst. Nach Boyniks Ansicht „verkörpern Slogans die fundamentalsten Schwierigkeiten im politischen Gebrauch von Sprache: Sie zeigen die Widersprüche zwischen ‚performativen’ und ‚konstativen’ Aspekten auf; sie sind ein Produkt kollektiver Transformationen, und die meisten sozialen Veränderungen sind in Slogans festgehalten (‚Slogans haben ihre eigene Geschichte‘); sie sind formale und synthetische Erzeugnisse, die eine Systematisierung künstlerischer Kreativität erlauben; und – was am wichtigsten ist – sie schreiben eine Wahrheit vor, die intellektuelle (theoretische oder konstative) Abstraktion nicht ausschließt.“

On Lenin: Atlases, Herbariums, and Rituals, 2013
Sprachdisk, Instruktionshandbuch
Diese Arbeit stellt eine Konzeptualisierung der Theorie Lenins dar, die ausgehend von und in Anlehnung an Feststellungen des französischen Philosophen Alain Badiou erfolgt.
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Boynik: On Lenin: Atlases, Herbariums, and Rituals, 2013. Foto: Daniel Jarosch

Petra Gerschner
history is a work in process


Petra Gerschner untersucht mit ihren fotografischen Projekten, Videoarbeiten und Installationen im öffentlichen Raum Konstruktionen kultureller, post-kolonialer und identitärer Zuschreibungen sowie Machtverhältnisse, die sozialen Ein- und Ausschluss generieren. Auf vorhandene Bildkonstruktionen antwortet die Künstlerin oft mit eigenen Inszenierungen, macht Methoden und Strategien dieser Systeme sichtbar und entwickelt künstlerische Formen und Praxen der Einmischung in aktuelle gesellschaftliche Prozesse.
In ihrem Werkzyklus history is a work in process führt Petra Gerschner eine Auseinandersetzung mit der Struktur und der Ordnung des öffentlichen Raums, mit den Spuren sozialer Widersprüche, mit Protest und Widerständigkeit. Sie befragt dabei das Potential sozialer Bewegungen zur Intervention in gesellschaftlichen Prozessen sowie deren kollektive Erfahrungen und emanzipatorische Möglichkeiten. Gerschner stellt auch die Frage, warum die Kämpfe begonnen, gewagt und mit welcher Perspektive sie geführt werden. In diesem Kontext initiierte sie u.a. die internationalen kollektiven Kunstprojekte holy-damn-it und war is peace.
In Innsbruck wird Petra Gerschner zur Geschichte lokaler Protestbewegungen recherchieren.

red zones and uprising
Die „Agora“ war in der griechischen Antike der zentrale Versammlungs-, Fest- und Marktplatz der Polis. An diesem Ort wurden gesellschaftliche Diskurse kontrovers ausgetragen. Im globalen Kapitalismus wird der öffentliche Raum zunehmend privatisiert, kommerzialisiert und entpolitisiert.
Bei den wichtigen Konferenzen der Mächtigen der Welt, ob bei den Gipfeltreffen der G8- oder G20-Staaten, den Treffen von IWF und Weltbank, der NATO oder des World Economic Forums (WEF), werden global so genannte „Rote Zonen“ eingerichtet, die militärisch abgesichert sind und in denen demokratische Rechte wie Demonstrations- und Pressefreiheit außer Kraft gesetzt sind.
Rote Zonen sollen die Anwesenheit von Kritik und Protest an den herrschenden Zuständen ausschließen. Sie sind Ausdruck einer Politik der Exklusion.

red zones, 9-teilige Foto-Serie, Strasbourg, 2009
Mit der Serie red zones zeigt Petra Gerschner eine 9-teilige Bildfolge der internationalen Proteste gegen den NATO-Gipfel 2009 im französischen Strasbourg, für den der damalige Präsident Nicolas Sarkozy die historische Altstadt zur „Roten Zone“ erklärt hatte. Tausende DemonstrantInnen, die dennoch ihren Protest innerhalb der offiziell verbotenen Zone auf die Straße trugen, wurden von Spezialkräften der Polizei mit CS-Gas-Granaten beschossen – auf den Bildern sind sie nur noch schemenhaft zu erkennen im Nebellicht von Tränengas und Blendschockern.

T 1-12, HD-Video, 2.44 min, 2013
Die Videoarbeit T 1-12 (2013) thematisiert den gewaltförmigen Einsatz von Wasserwerfern der Bauserien
T 1 bis 12 gegen die Aufständischen in Istanbul. Bildausschnitte der weltweit zirkulierenden, digitalen Fotografien der martialischen Polizeieinsätze und des Widerstands dagegen werden als analoge Abzüge wie ein Stapel Reiseerinnerungen betrachtet.

Fotos aus der Serie history is a work in process, 2013
Der Ort für gesellschaftliche Proteste ist der öffentliche Raum. Er ist Kristallisationspunkt für Demonstrationen und politischen Widerstand. Aus ihrem ongoing Werkzyklus history is a work in process zeigt Petra Gerschner Interventionen sozialer Bewegungen, die Auseinandersetzungen mit der Struktur und Ordnung des öffentlichen Raums markieren bei den Protesten gegen die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main und den Aufständen in Folge der Gezi-Park-Besetzung 2013.
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Foto aus der Serie history is a work in process, 2013 (c) Gerschner

Vlad Morariu
Parerga: Die Politik der Rahmung im gegenwärtigen Diskurs der Institutionskritik


Vlad Morarius vorgeschlagenes Projekt für Büchsenhausen ist die Fortsetzung dessen laufender Recherche zur gegenwärtigen Situation und den Möglichkeiten der Institutionskritik. Dabei handelt es sich um ein umstrittenes Konzept, das in den 1980er Jahren im Umfeld von KünstlerInnen und AkademikerInnen entstand und zur Darstellung künstlerischer Praktiken diente, die die Art und Weise, wie eine Kunstinstitution das Kunstobjekt sowohl physisch als auch in ideologisch-konzeptioneller Hinsicht „einrahmt“, analysiert, in Frage stellt, offenlegt und manchmal auch verändert. Nach Morarius Argumentation ist es nötig, konzeptionell zwischen Institutionskritik als Kategorie der kunsthistorischen Lehre einerseits und Institutionskritik als Methodologie zur Analyse, Offenlegung und Intervention innerhalb einer institutionellen Situation andererseits zu unterscheiden. Ohne die Bedeutung der ersteren Definition schmälern zu wollen, nähert Morariu sich dem Thema mit dem Versuch, die Art und Weise, wie – in Anlehnung an Simon Sheikh – die Kritik als Methode mit der Institution als Objekt in Verbindung gebracht werden könnte, neu zu überdenken. Das für das Künstlerhaus Büchsenhausen geplante Projekt speist sich aus dieser methodologisch-praktischen Herangehensweise an die Institutionskritik. Es regt eine Rückbesinnung auf eines der wichtigsten Themen der institutionskritischen KünstlerInnen der 1970er Jahre an, nämlich den Begriff des Rahmens, und versucht zu erklären, inwieweit Rahmung auch im gegenwärtigen kritischen Diskurs noch ein wichtiges Thema ist und wie es die künstlerische Praxis beeinflusst.

In Die Wahrheit in der Malerei definiert Jacques Derrida das, was ein Supplement des Werkes zu sein scheint, nämlich das Parergon – den Rahmen –, als das, was „dem ergon, der gemachten Arbeit, der Tatsache, dem Werk entgegen[tritt], [ihm] zur Seite und zu ihm hinzu, aber es fällt nicht beiseite, es berührt und wirkt, von einem bestimmten Außen her, im Inneren des Verfahrens mit; weder einfach außen noch einfach innen.“ Parerga bedingen einen bestimmten im Werk bestehenden Mangel, als würde das Werk solche Rahmen verlangen, sie brauchen und wollen, und insoweit stellen solche Rahmen eine Ebene dar, die nicht nur vom Inneren des Werks, sondern auch vom Außen getrennt ist, „von der Wand, an der das Gemälde hängt, vom Raum, in dem die Skulptur oder Säule steht, und in der Folge von der Gesamtheit historischer, ökonomischer, politischer Einschreibungen, die den Impuls zur Signatur erzeugen.“ Und aus diesem Grund verleiht laut Derrida eben dieser Zustand des gleichzeitigen Innen und Außen dem Parergon eine kritische Funktion. Morariu geht davon aus, dass die Institutionskritik als Praxis und als Methodologie eben dieses gleichzeitige Innen und Außen des Rahmenwerks herausstreicht, das innerhalb der Ideologie einer Kunstinstitution funktioniert, aber auch die Logik einer möglichen Befreiung mit einbezieht. Der Schwerpunkt von Morarius Arbeit in Büchsenhausen wird in der Recherche dazu liegen, wie gegenwärtige künstlerische Praktiken mit dem Erbe einer Infragestellung von „Annahmen und Bedingungen des Möglichen“ umgehen, die direkt mit einer anhaltenden Reflexion aktueller Prozesse der Rahmung von Kunst in Verbindung stehen.
(Text: Vlad Morariu)

Vlad Morariu feat. ArtLeaks, Chto Delat? und Liberate Tate
Vlad Morariu stellt künstlerische Positionen und Plattformen vor, die für seine gegenwärtige Arbeit hinsichtlich dem aktuellen Stand der Institutionskritik von Bedeutung sind: die KünstlerInnengruppen Chto Delat? und Liberate Tate sowie die Onlineplattform ArtLeaks.

ArtLeaks ist eine Plattform, die Fälle von Zensur und Rechtsmissbrauch im Bereich der Kunst zugänglich macht und die entsprechenden Beweise hierfür veröffentlicht. Sie wurde von einer Gruppe international agierender KünstlerInnen, KuratorInnen, KunsthistorikerInnen und Intellektuellen aus unterschiedlichen Bereichen als Reaktion auf den Missbrauch ihrer professionellen Integrität und auf die offene Verletzung ihrer Arbeitsrechte gegründet. In der Welt der Kunst bleibt solcher Missbrauch üblicherweise unerwähnt und ungeahndet. Manche Ereignisse jedoch bringen diesbezügliche Missstände in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und stellen sie der öffentlichen Diskussion. Nur durch das Aufmerksammachen auf konkrete Übertretungen und Missstände kann der prekäre Zustand der KulturarbeiterInnen sowie die Notwendigkeit des anhaltenden Protests gegen die missbräuchliche Aneignung politisch engagierter Kunst, Kultur und Theorie durch Institutionen, die in einem engen Netzwerk von Kapital und Macht eingebettet sind, sichtbar gemacht werden.
http://art-leaks.org/

Das russische KünstlerInnenkollektiv Chto Delat? wurde 2003 von KünstlerInnenn, KunstkritikerInnen, PhilosophInnen und AutorInnen aus Sankt Petersburg und Moskau gegründet. In ihren vielfältigen Aktivitäten verbinden sie politische Theorie, Kunst und Aktivismus. Das emanzipatorische Potential des Einzelnen und der Gesellschaft als Ganzes sowie die Rolle der Kultur in diesen Prozessen sind Themen, mit denen sich die Mitglieder der Gruppe sowohl gedanklich als auch in ihren Aktionen auseinandersetzen. Der Name „Chto Delat?“ bedeutet übersetzt „Was ist zu tun?“ und ist dem Titel eines Romans von Nikolay Chernyshevsky aus den 1860er Jahren entliehen, in dem der Autor einen minutiösen Plan für den Aufbau einer sozialistischen Arbeiterorganisation entwirft. Vladimir Lenin übernahm den Namen später für sein politisches Konzept. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Gruppe ist die Reflexion über die Form des KünstlerInnenkollektivs und dessen Bedeutung in der Vergangenheit und der Gegenwart sowie über den Einfluss, den Kollektivität auf die Produktion und Rezeption von Kunst hat.
http://chtodelat.org/

Liberate Tate ist eine KünstlerInnengruppe, die sich mit der Rolle kreativer Interventionen im sozialen Wandel befasst. Die Gruppe verfolgt die „Befreiung der Kunst vom Erdöl“, speziell die Beendigung des Corporate-Sponsorship-Verhältnisses zwischen dem Tate Museum und dem britischen Ölproduzenten BP, der unter anderem für die schwersten Umweltverschmutzungen der jüngeren Vergangenheit verantwortlich zeichnet. Liberate Tate wurde 2010 im Zuge eines Workshops über Kunst und Aktivismus am Tate Modern gegründet. Als die Tate-Kuratoren versuchten, im Rahmen des Workshops Interventionen gegen Sponsoren von Tate zu unterbinden, obwohl keine solche geplant worden waren, beschlossen die TeilnehmerInnen, ihre gemeinsame Arbeit unter dem Label Liberate Tate fortzusetzen. Seitdem haben zahlreiche Performances und Aktionen zum Verhältnis von Kunstbetrieb und Kapital am Beispiel Tate/BP stattgefunden.
http://liberatetate.wordpress.com
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Video und Zeitschrift ArtLeaks Gazette (Mai 2013). Foto: Daniel Jarosch

Marcel Dickhage & Cathleen Schuster
Das Paradox des Spekulativen


Im Rahmen ihres Fellowships im Künstlerhaus Büchsenhausen arbeiten Cathleen Schuster und Marcel Dickhage an der Montage ihres Projekts Layers.

Layers ist ein installatives Staging- und Filmprojekt zum Thema Spekulation. Ein vermeintliches Gespräch findet zwischen sieben AkteurInnen auf einer Bühne statt, die an einem runden Konferenztisch sitzen. Aussagen verschiedener AutorInnen aus dem Mittelalter bis zur Gegenwart zur Spekulation verbinden sich zu einem formlosen Gespräch. Die ursprünglichen Textfragmente stellen unterschiedliche, zum Teil paradoxe, gegenläufige (kritische) Haltungen dar. [...]
Unser künstlerisches Interesse an der Spekulation liegt in ihrer Aktualität, ihrer potentiellen Wiederholbarkeit und in der Problematik der Äquivalenz. Wenn das Spekulative selbst nicht unbedingt einer Äquivalenz verpflichtet ist, lässt sich dann überhaupt eine künstlerische Entsprechung von ihr herstellen? Oder ist die Verpflichtung zur Äquivalenz hier konzeptuell überholt oder hinfällig? Wie kann eine Öffnung des Begriff des Spekulativen (entgegen dogmatischer Kritik) erreicht werden, die Raum für die Betrachter schafft, sich den Begriff selbst (wieder) anzueignen?
(Text: Schuster & Dickhage)

Hyperlayers
Text-Arbeit mit Passagen aus dem Filmtext von Layers mit den jeweiligen Referenzen zu Originaltexten (deutsch/englisch).
Typografie, S/W, Din A0-Drucke
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Schuster & Dickhage: Hyperlayers. Foto: Daniel Jarosch