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Fellows: Archiv

Marcel Dickhage & Cathleen Schuster

Visual Arts Fellows 10/2013 - 06/2014


Das Paradox des Spekulativen


Spekulation (von lat. speculari spähen, beobachten; von einem erhöhten Standpunkt aus in die Ferne spähen) ist ein Begriff der Alltagssprache, sowie eine Wirtschaftstechnik und eine philosophische Denkweise. Die Spekulation hat viele Formen: als Spekulation auf (intellektuelles) Wissen, auf eine Erfindung, auf unbekannte Sterne, auf Liebe, auf einen Tatverdächtigen oder auf Geld und Besitz. Spekulation ist ein Paradox, dessen Potentiale gleichermaßen progressiv wie regressiv sein können. Vertane Spekulation vermag es, starke Reaktionen bis hin zu globalen Protestwellen auszulösen und Volkswirtschaften in die Depression zu stürzen – eine der umfangreich dokumentierten Seiten zeitgenössischer Spekulation.
In einer aktuellen Arbeitsreihe interessiert Schuster & Dickhage, wie sich eine Darstellbarkeit von Spekulation erreichen lässt, beziehungsweise inwieweit eine künstlerische Öffnung des Begriffs für eine (Wieder-)Aneignung des Betrachters ermöglicht werden kann. Das künstlerische Interesse für die Spekulation liegt in ihrer Aktualität, ihrer potentiellen Wiederholbarkeit und in der Problematik der Äquivalenz. Wenn das Spekulative selbst nicht unbedingt einer Äquivalenz verpflichtet ist, lässt sich dann überhaupt eine künstlerische Entsprechung von ihr herstellen? Oder ist die Verpflichtung zur Äquivalenz hier konzeptuell überholt oder hinfällig? Wie kann eine Öffnung des Begriff des Spekulativen (entgegen dogmatischer Kritik) erreicht werden, die Raum für die Betrachter schafft, sich den Begriff selbst (wieder) anzueignen?
In ihrer bisherigen Auseinandersetzungen haben Schuster & Dickhage zunächst die Geschichte der Spekulation untersucht, anhand von Aussagen zum Thema von verschiedenen AutorInnen aus dem Mittelalter bis zur Gegenwart. Aus dieser Recherche wird ein Film hervorgehen, den die KünstlerInnen während ihres Aufenthalts im Künstlerhaus Büchsenhausen in engem Austausch mit einer parallelen, theoretischen Auseinandersetzung bearbeiten, schneiden, kompilieren und erweitern wollen.


Cathleen Schuster und Marcel Dickhage (beide *1977) arbeiten als KünstlerInnen seit 2001 zusammen und leben in Berlin. Ihre künstlerische Arbeit ist an der Gegenwart interessiert, entsteht in Dialogen und lässt sich als kritisch formgebend bezeichnen.
www.titreprovisoire.de


Veranstaltungen:

Start Up Lectures 2013/14
Cathleen SCHUSTER & Marcel DICKHAGE: Das Paradox des Spekulativen
Fr 25.10.2013, 19 Uhr

Der Slogan, der Protest, ihre Institution und das Spekulative
Cathleen SCHUSTER & Marcel DICKHAGE | Petra GERSCHNER | Sezgin BOYNIK | Vlad MORARIU
Ausstellungseröffnung im Rahmen der Premierentage 2013
Fr 08.11.2013, 18 Uhr

Sway Uncertainly
Szenische Diskussion zum Paradox des Spekulativen mit Alexandra Heimes, Silke Ötsch, Marina Vishmidt und Cathleen Schuster & Marcel Dickhage
Di 06.05.2014, 19 Uhr

Widerspruch und Gewissheit
Sezgin Boynik, Fokus Grupa, Freee Art Collective, Petra Gerschner, Vlad Morariu, Cathleen Schuster & Marcel Dickhage
Abschlussausstellung kuratiert von Andrei Siclodi
12.06. – 26.07.2014, KUNSTPAVILLON
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Layers, Filmstill, 2013 (c) Schuster & Dickhage