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Fellows: Archiv

Achim Lengerer

Fellow 10/2010 - 06/2011

ZOOOOM I+II

ZOOOOM ist eine zweiteilige Buchpublikation in „erzählender Skriptform“ als Weiterverarbeitung bzw. Hineinarbeitung in ein schon bestehendes Skript: François Truffauts und Jean Gruaults L‘Enfant Sauvage aus dem Jahre 1969.
Der Film basiert auf der Lebensgeschichte des Wolfsjungen Victor von Aveyron, wie sie von dem Taubstummenarzt Jean Itard aufgezeichnet wurde. Um 1800 wird Victor von Averyon als zirka 10-Jähriger in den Wäldern Südfrankreichs aufgeriffen und gelangt nach einigen Umwegen in das Nationale Taubstummeninstitut in Paris. Dort und später in seinem eigenen Landhaus versucht Itard dem Kind Schreiben, Lesen und vor allem Sprechen beizubringen. Dieser letztlich gescheiterte Versuch und seine pädagogische Herangehensweise sind Thema von Itards Aufzeichungen. Truffaut, der sich eng an Itards Aufzeichnungen hält, übernimmt in seiner Verfilmung zum ersten Mal eine Rolle als Darsteller – die des Jean Itard. Für die Besetzung des Victor arbeitet Truffaut nach einem langwierigen Casting mit einem Sinti-Roma-Jungen zusammen, Jean-Pierre Cargol, der selbst ohne Schauspielerfahrung ist. Truffaut verdoppelt auf diese Weise beim Drehen des Films die Motivkette: Lehren, Lernen, Lehrer, Lernender im Selbst-Lernversuch vor der Kamera.
Während des Arbeitsaufenthalts im Künstlerhaus Büchsenhausen arbeitet Achim Lengerer an der Herstellung der Publikation ZOOOOM I+II. Einzelne Schritte des Arbeitsprozesses werden in öffentlichen Veranstaltungen nach außen gelagert. Das „Werkzeug“ hierzu ist Lengerers instant publishing Reihe Scriptings. Bereits rein sprachlich hybrid zwischen „Script“ und „Writings“ angelegt, dient dieses Format sowohl als Container für Materialien sowie als Modul im Herstellungsprozess: Abschrift, Transkript, Notiz, Logbuch.


Achim Lengerer lebt als Künstler in Berlin und Amsterdam. In seiner Arbeit beschäftigt er sich mit sprachbezogenen Fragestellungen, die er in Performances oder Rauminstallationen thematisiert. Seit 2009 betreibt er den mobilen Ausstellungsraum und Verlag Scriptings. Scriptings funktioniert als eine diskursive Plattform, ergänzend und parallel zu Lengerers Projekten. KünstlerInnen, AutorInnen, GrafikdesignerInnen, PerformerInnen ebenso wie VerlegerInnen werden zur Teilnahme eingeladen – all jene also, die sich in ihrem jeweiligen Produktionsprozess den Formaten “Skript” und “Text” bedienen.


Events:

START UP LECTURES WS10/11
Achim Lengerer: A movie will be shown without a picture
Fr 22.10.2010, 19.00

Achim Lengerer: Models for the Script
Display im Rahmen der Premierentage 2010
Sa 06.11.2010, 20.00

Achim LENGERER / Scriptings#14: The Nondescript of our Gestures
Stellprobe für Projektionen mit Filmausschnitten von Fernand Deligny, Renaud Victor u.a.
Di 16.11.2010, 19.00, SR 40112 / GEIWI-Turm

SCRIPTINGS#15: N dissolves
mit Giles BAILEY und Achim LENGERER
Di 30.11.2010, 19.00

ERNESTO
ein Gespräch mit Gabriele GAMPER und Achim LENGERER
u.a. mit Ausschnitten aus Les Enfants(1984) von Marguerite Duras, in Zusammenarbeit mit Jean Mascolo und Jean Marc Turine.
Fr 18.03.2011, 19.00

Weiterkommen. Kunst Sprache Kino Migration
Abschlussausstellung kuratiert von Andrei Siclodi
Do 09.06.2011, 19.00, Kunstpavillon
Ausstellungsdauer: 10.06. - 23.07.2011

Achim LENGERER: IRIS FADE IN
Performance mit Sally Musleh JABER
Do 09.06.2011, 21.30

Scriptings#26
Voix-off: ... et de nous il s‘en fout pas mal le langage / Off-Stimme: ... aber wir sind der Sprache scheißegal / Präsentation
Fr 25.05.2012, 19.30 Uhr
hp10lengerer03.jpg
Achim LENGERER / 2 new models for rehearsing the script, single sheet publication. In Zusammenarbeit mit P. Gangloff