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Fellows: Archiv

Tamar Tembeck

Visual Arts Fellow 02 -06/2009

AUTO/PATHOGRAPHIES

Mit der wachsenden Sichtbarkeit von Krebs und AIDS im letzten Vierteljahrhundert haben auch zahlreiche KünstlerInnen begonnen, ihre Erfahrungen mit Krankheit zu dokumentieren und eine neue Ausdrucksweise zu entwickeln, um Krankheit in der Kunst darzustellen: Autopathographie. Angesichts der Vorherrschaft negativer Mythen und Vorstellungen von kranken Subjekten in der Kunstgeschichte haben sich viele dieser KünstlerInnen entschieden, kritisch auf das Stigma zu antworten, mit dem kranke Körper Üblicherweise dargestellt und rezipiert werden. Beeinflusst von AIDS- und Brustkrebs- Informationskampagnen der letzten Jahre und den wachsenden Disability Arts Bewegungen, wurde auch den Politiken der Öffentlichen Darstellung von kranken Körpern zunehmende Aufmerksamkeit zuteil. Diese Praktiken zwingen den Betrachter auch dazu, sich grundlegenden Fragen zur Existenz in einem verletzlichen und endlichen Körper zu stellen. In visuellen Praktiken der Autothanatographie im Speziellen wird Sein mit Nicht- Sein konfrontiert. Ausgefeilte Ästhetische Techniken kommen in diesen Werken zum Einsatz, um das Versagen der Selbstdarstellung in den Vordergrund zu rücken. Doch auch die Grenzen des Lebens und der Subjektivität oder ihrer Medien werden dabei hinterfragt.

Das Projekt AUTO/PATHOGRAPHIES untersucht die Formen und Funktionen der Darstellung von Krankheit aus eigener Erfahrung in einer Vielzahl von Disziplinen. Es vereint visuelle, performative und zeitbezogene Werke von internationalen KünstlerInnen, die sich mit Fragen rund um physische Krankheit in (Selbst-)Darstellung befassen. Die Ausstellung, die im Kunstpavillon in Innsbruck im Juli/August 2009 gezeigt werden wird, setzt sich mit Autopathographie und Autothanatographie auseinander, die sich jeweils auch performativer Repräsentationsformen von physischer Krankheit und/oder Sterblichkeit bedienen.


Tamar TEMBECK lebt und arbeitet als Kunsthistorikerin, Autorin und Performancekünstlerin in Montreal. Zur Zeit arbeitet sie an ihrer Doktorarbeit zum Thema Performative Autopathographies: Self-Representations of Physical Illness in Contemporary Art an der McGill University in Montreal. Seit 2003 ist Tamar Tembeck auch als Kunsttherapeutin für Dr Clown in Krankenhäusern, Langzeit-Einrichtungen und Rehabilitationszentren in Montreal tätig.


http://tembeck.org


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Büchs'n'Radio:

Fast Nichts. Über das Unscheinbare in Kunst, Medizin und Wissenschaft
Vortrag von Cornelius Borck (Büchsenhausen, 05/2009)
Sendung vom Mo 03.08.2009


Veranstaltungen

START UP LECTURES SS09: Michael Hieslmair | Isidora Ilić | Tamar Tembeck
Start Up Lecture
Fr 27.02.2009, 19.00

Tamar Tembeck: Pathographies in Films
Kommentierte Filmvorführung
Di 31.03.2009, 20.00

JENSEITS DES BIOTOURISMUS: Kunst und Medizin im Dialog
Symposium
Fr 15.05.2009, 18.30

Tamar Tembeck: Pathographies in Films 2 - Bob Flanagan
Kommentierte Filmvorführung
Di 26.05.2009, 20.00

Auto/pathographies - (Selbst-)Darstellung des Krankseins in der zeitgenössischen Kunst.
Ausstellungseröffnung im Kunstpavillon
Do 02.07.2009, 19.00


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