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Labor: Events 2012/13

Made in ... Büchsenhausen

Ausstellung im Rahmen der ORF-Langen Nacht der Museen 2012
mit Lizzy FIDLER, Monika GROSER, Ina HSU, Daniel JAROSCH, Elisabeth SCHUTTING und Verena SCHWEIGER
Sa 06.10.2012, 18.00 - 1.00


Die im Künstlerhaus Büchsenhausen arbeitenden KünstlerInnen aus Tirol stellen im hauseigenen Projekt- und Ausstellungsraum ihre aktuellen Arbeiten vor. Die Ausstellung, die speziell für die Lange Nacht der Museen entstanden ist, gewährt einen Einblick in die vielfältige Kunstproduktion vor Ort.

Beteiligte KünstlerInnen:
Lizzy Fidler
Monika Groser
Ina Hsu
Daniel Jarosch
Elisabeth Schutting
Verena Schweiger


Mehr Informationen:
http://langenacht3.orf.at/allgemeine-infos/

Gesamtes Programm zur ORF-Langen Nacht der Museen 2012 Tirol:
http://langenacht3.orf.at/fileadmin/museen/booklets2012/LNDM12_Tirol.pdf
(6 MB)
hp12langenacht.jpg
ORF-Lange Nacht der Museen 2012, Foto: Daniel Jarosch
Lange Nacht der Museen 2012 Lange Nacht der Museen 2012 Lange Nacht der Museen 2012 Lange Nacht der Museen 2012
Lange Nacht der Museen 2012 Lange Nacht der Museen 2012 Lange Nacht der Museen 2012 Lange Nacht der Museen 2012


Beteiligte KünstlerInnen und ihre Werke:

Lizzy Fidler

DRAWING OF A BIGGER WOOD
Tusche auf handgeschöpftem Büttenpapier (Velky Losiny), 15-teilig, 2011

ZEIT_RAUM # ZERO
Papiercollage, Laserstrahldrucker, 4-teilig, Fichtenholz-Rahmung, 2011

Lizzy Fidlers Arbeiten entstehen größtenteils vor Ort im Wald. Dort breitet sie ihr Papier aus und verwendet ihre Kamera, um die „Stille und Größe“ der sie umgebenden Natur einzufangen. Vorliegend sind zwei ihrer Waldprojekte, welche miteinander verknüpft sind: eine 15-teilige Tuschearbeit und eine großformatige Fotocollage. Fidler experimentiert mit dem Sehen und Schauen, wie der (Wald-)Raum durch das menschliche Auge oder eine Fotolinse wahrgenommen wird. Arbeitsmethoden sind in diesem Fall die klassische Technik der Freilichtmalerei und die Collage aus der Klassischen Moderne. Wichtig ist ihr dabei, wieviel Raum sie über verschiedene Herangehensweisen auf ihrem Blatt Papier erzeugen kann. Es geht ihr um den Genuss des Bildermachens und um das lustvolle Schauen der Kunst- und Naturinteressierten.
http://www.lizzyfidler.at
hp12-lange-nacht-lizzy-fidler.jpg
Lizzy Fidler: DRAWING OF A BIGGER WOOD, 2011

Monika Groser

Home Sweet Home
C-Print, rotes Stickgarn, Holzrahmen, 2012
Home Sweet Home, 2012 für die Gruppenaustellung „Private Paradise“ angefertigt, ist eine fotografische Exploration der Schnittstelle zwischen Privatheit und Öffentlichkeit, die an manchen Stellen immer mehr verschwimmt und an anderen immer undurchlässiger wird.
Thematisiert wird sowohl der Verlust als auch die freiwillige Aufgabe des Privaten, für das nach Hannah Arendt als exemplarischer Ort die Wohnstätte, als Ort des Lebensnotwendigen und des Intimen steht, die Sicherheit der eigenen vier Wände. Ein Ort, der traditionell weiblich definiert ist, auf den beschränkt man aber auch „bestimmter menschlicher Dinge beraubt ist. Beraubt der Wirklichkeit, die durch das Gesehen- und Gehörtwerden entsteht“ (Hannah Arendt).

Kein Ort. Nirgends
2 Inkjet-prints auf blueback paper, 2012
Als Work in Progress beschäftigt sich dieser Werkzyklus mit verlassenen Orten, die die Erinnerung an jene Menschen, die sich dort aufgehalten haben und die man nur noch an ihren Spuren erahnen kann, in sich tragen. Die Arbeiten verweisen auf deren prekäre Lebenssituationen.
Der fotografische Blick ruht dabei auf dem scheinbar Offensichtlichen. Die beim Betrachten der Bilder hervorgerufenen Empfindungen verweisen oft auf Vergangenes, Verborgenes und Hintergründiges und legen tiefere Schichten frei.
Nach einem tibetischen Flüchtlingslager in Nepal (2009) war nun eine Autobahnbrücke in Tirol Gegenstand der fotografischen Spurensuche. Hier stand im April 2012 ein Zeltlager rumänischer Roma, bis diese durch die Behörden vertrieben wurden.
Die Bildunterschriften sind Zitate aus den Medienberichten über dieses Ereignis und wurden der im Zuge der Recherche gefundenen Website (http://www.roma-service.at/dromablog/?p=18621) entnommen.
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Monika Groser: Home Sweet Home, 2012

Ina Hsu

BESTIARIUM / wild, wild bona dea
Öl auf Leinwand, Buntstift und Bleifstift auf Papier, 2012

Ina Hsu stellt in ihren Werken ihre eigene, zeitgemäß-kontroverse Aktualität bloß, um die Möglichkeiten der Malerei und der Zeichnung als Weg zur eigenen Mitte auszuloten. Seit ihrer Kindheit findet sie in der Gegenwart von Tieren eine Zuflucht vor dem Gefühl des (Sich-)Fremd-Seins, vor der Ambivalenz, eine Österreicherin taiwanesischen Aussehens zu sein. Der Verzicht auf sämtliche traditionelle kompositorische und perspektivische Ordnungssysteme soll das Bild soweit als möglich von kulturellen Wertigkeiten und Vorurteilen befreien. Dort werden nur Tiere gemalt, wobei die Künstlerin den Wunsch nach einem eigenen Bestiarium verfolgt. Tiere stehen in Gemälden wie Tapirbaby (2011), Schwimmender Tiger (2012) oder Punschkrapfen (2012) noch deutlicher „für“ die Menschen und nicht nur „bei“ den Menschen, als ob die symbiotische Identifikation vollzogen worden wäre... Verweilen – gemeinsam und allein – in jenem Land der schweigenden Möglichkeiten, der Raum- und Zeitlosigkeit. Tiere und Menschen, die eine wertfreie Atmosphäre inhalieren, ein ruhiges Gemach miteinander schaffen und einen geträumten Lebensraum bewohnen. (Rosanna Dematté)
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Ina Hsu: BESTIARIUM / wild, wild bona dea, 2012

Daniel Jarosch

Avalanche
Digitaldruck auf Alu aufkaschiert, 2012

„I stepped into an avalanche
it covered up my soul ...“

(Leonard Cohen)

Produziert für die Ausstellung 33rpm 300dpi in der Galerie Rauminhalt, 1040 Wien (9. bis 17. November 2012). Die Ausstellung thematisiert die Übertragung akustischer in optische Reize.
Ausgangspunkt für die KünstlerInnen war jeweils ein Song, in diesem Fall „Avalanche“ (1971) von Leonard Cohen. Das Bild zeigt eine Landschaft nach einer gewaltigen Umwälzung. Die Spuren des Traumas sind unverkennbar, doch setzt bereits Heilung ein. Das Bild zeigt eine Narbe.
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Daniel Jarosch: Avalanche, 2012

Elisabeth Schutting

16 stunden
Video 15sec-loop projiziert auf Zeichnung, 2012

Vor 16 Stunden ist das Kalb zur Welt gekommen, ehe es von der Kuh getrennt in ein eigenes Gehege gegeben wurde. Die Mutter „muht“ dem Kalb zu, das Kalb „antwortet“; diese einfache wie emotionale Szene fordert die/den BetrachterIn heraus. Das Beobachten und Mitfühlen ist das Thema der transmedialen Arbeit. Das Nicht-Verstehen der gegebenen Machtumstände und die Ausweglosigkeit der Situation werden angedeutet. Die Reaktionen des Kalbes und der Kuh erinnern an den Hilferuf eines Kindes, einem Anflehen um eine Änderung der Gegebenheiten. Es ergibt sich die Assoziation mit einfachen Gebeten:

„Gott, erhöre mein Gebet und verbirg dich nicht vor meinem Flehen“
Psalm 55,2 (Luther)

„Ich rufe DEINEN Namen an,
DU bist der Herr, der helfen kann.
Gib uns Freude jeden Tag.
Lass uns nicht allein“

(Bittgebet für Kinder)

Um die Aussage zu formulieren, wird das Video mit einer sehr nüchternen Zeichnung des Stalles kombiniert. Überarbeitete Monotypien, basierend auf Fotografien ergänzen die Präsentation.
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Elisabeth Schutting: 16 stunden, 2012

Verena Schweiger

Textcollagen
Zeitungsschnipsel, Kleber, Papier, 2012

Was so in der Zeitung steht und wie man es anders arrangieren könnte, sieht man in Verena Schweigers Arbeiten: Sie zweckentfremdet Headlines aus Tages- und Wochenzeitungen und erfreut sich an den neu entstandenen Texten.
Dabei hinterfragt sie den Inhalt von Zeitungen, deren Sinnzusammenhänge und Wahrheitsgehalte, indem sie ihre Fundstücke neu verbindet und ihnen eine andere Bedeutung einhaucht. Die Arbeiten handeln humorvoll und tiefgründig von der Kunst, von der Liebe und vom Leben.
Die Textcollagen wurden während eines Atelierstipendiums im August 2012 in Paliano geklebt.

Installation
Knicklichter, 2012
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Verena Schweiger: Textcollagen, 2012