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Labor: Events 2011/12

Start up Lectures WS 2011/12

Susan KELLY | Ivana MARJANOVIĆ | Sandra SCHÄFER | Lan TUAZON
Fr 21.10.2011, 19.00

Das Internationale Fellowship-Programm für Kunst und Theorie stellt 2011/12 Projekte vor, die sich kritisch mit Strukturen und Kristallisationsprozessen der Macht sowie mit Möglichkeiten ihrer produktiven Unterwanderung beschäftigen. Die vier Stipendiatinnen Susan KELLY, Ivana MARJANOVIĆ, Sandra SCHÄFER und Lan TUAZON wurden aus knapp 200 Bewerbungen nach einem zweistufigen Bewerbungsverfahren von einer Jury bestehend aus Iris Dressler (Kuratorin, Leiterin des Württembergischen Kunstvereins in Stuttgart), Robert Fleischanderl (Künstler, Vorstand der Tiroler Künstlerschaft) und Andrei Siclodi (Kurator, Leiter des Künstlerhauses Büchsenhausen) eingeladen, in Büchsenhausen an ihren jeweiligen Projekten zu arbeiten.

Susan KELLY untersucht während ihres Stipendiums unter Bezugnahme auf die „Alpendeklaration“ die Widersprüche und Möglichkeiten, die aus der Entdeckung, Umsetzung und dem Neuentwurf konvergenter Jurisdiktionen entstehen. Hierfür möchte sie Sprache und Klang, zeichnerische Mittel und unterschiedliche Arten performativer Forschung in ihrer Arbeit verbinden.
Ivana MARJANOVIĆs theoriebasiertes Projekt untersucht bestimmte Formen kulturellen bzw. künstlerischen Ungehorsams, die nicht nur eine Kritik an der hegemonialen Ordnung durch die Analyse der Manifestationen von Machtverhältnissen artikulieren, sondern potenziell auch auf die Destabilisierung dieser Ordnung abzielen. Als Bezugsrahmen für ihre Forschungsarbeit dient der Raum Ex-Jugoslawien sowie Europa nach 1989.
Sandra SCHÄFER beschäftigt sich in einem Filmprojekt mit den Umbrüchen vor und während der Islamischen Revolution im Iran 1978/79, die nicht nur von überzeugten Anhängern des Revolutionsführers Khomeini initiiert, sondern von einer breiten Basis aus SozialistInnen, ArbeiterInnen, Armen und UnterstützerInnenn aus der bürgerlichen Mittelschicht - von Feministinnen bis zu Religiösen - mitgetragen wurden. Sie fragt nach den Umständen, die dazu führten, dass die Gründung der Islamischen Republik von Menschen mit derart unterschiedlichen politischen Überzeugungen und aus so unterschiedlichen Fraktionen unterstützt wurde.
Lan TUAZON schließlich befasst sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit der Ordnung der Dinge in Bezug auf bebaute und imaginäre Umgebungen. Sie interessiert sich für unterschiedliche Strukturen von baulichen Utopien, großangelegten sozialen Wohnungsbauprojekten und sozialistischer Architektur der 1960er und 1970er Jahre. Ihre Auseinandersetzung damit findet mittels „Augmented Sculpture“ statt - einer Kombination aus Videoprojektionen und dreidimensionalen Objekten.

Die künstlerischen und theoretischen Recherchen, die Entwicklungs- und Produktionsprozesse werden von einem abwechslungsreichen öffentlichen Veranstaltungsprogramm begleitet, das von den Fellows vorgeschlagen wurde und in enger Kooperation mit ihnen durchgeführt wird.

Im Rahmen der Einführungsveranstaltung, den Start up Lectures, stellen die Künstlerinnen sich und ihre Projektvorhaben für die kommenden Monate vor.


Susan Kelly: Asking, We Walk… Jurisdictions, Militant Research and Performance: in the case of South London

Ivana Marjanović: Post-turbo-fascist space and resistance practices in Europe. The case of former Yugoslavia

Sandra Schäfer: on the set of 1978ff

Lan Tuazon: The Fault of Form