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Labor: Events 2009/10

Ana HOFFNER: I'm too sad to tell you, Bosnian Girl

Lectureperformance
Di 18.05.2010, 20.00

Die Lectureperformance untersucht die Praxis der Selbstreflexion, die verbunden mit einer Praxis der Selbstinszenierung eine Bedingung der gegenwärtigen Subjektkonstituierung darstellt.

Der Raum der Selbstreflexion wird betrachtet als ein Raum, der sich binären Aufteilungen entzieht, der eine Grenzziehung zwischen Subjekt und Objekt verweigert und Positionen des Regisseurs und Darstellers zusammenfallen lässt.

Die Zeit der Selbstreflexion wird aufgefasst als eine Zeit der ewigen Gegenwart, die eine obsessive Wiederholung derselben performativen Akte vorsieht, in denen das Subjekt in eine Ekstase, in einen Exzess der Präsenz verfallen kann. Das dadurch aufgespannte Konzept von Raum und Zeit folgt einem Modell von Zivilisation, das Sicherheit und Kontrolle unter gleichberechtigten Bürgern herstellen soll, aber gleichzeitig die Herstellung von Grausamkeit und Gewalt fördert.

Die Voraussetzung der erfolgreichen Selbstinszenierung ist ihr Scheitern an dem Punkt, an dem jedes Menschsein definiert wird: es ist der Nicht-Mensch, der dafür zuständig gemacht wird, das zivilisatorische Raum-Zeit-Modell in eine Zone der Barbarei, der Unterentwicklung und der unkontrollierten Affekte zu verwandeln und zu jeder Zeit in seiner eigenen rückschrittlichen Vergangenheit gefangen gehalten werden soll.
Ana Hoffner


Eine Veranstaltung in der der Reihe QUEERE PERSPEKTIVEN IN UND AUF EUROPA von Ana Hoffner.