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Labor: Events 2003 - 2006

Onomé Ekeh | Rixt Hoekstra | Monica Mctighe

Abschlusspräsentationen
Di 18.07.2006, 20.00

büchsenhausen.labor & büchsenhausen.air laden zur gemeinsamen Präsentation der Projekte ein, an denen die Stipendiatinnen des internationalen Residenzprogramms für visuelle Künste büchsenhausen.air im Künstlerhaus Büchsenhausen vom Mai bis Juli 2006 gearbeitet haben:


Onomé Ekeh
Machine Fragments (The Mechanae)
Interaktive Audio-Video-Installation / Projektpräsentation

Rixt Hoekstra
Architecture... what´s criticism got to do with it?
An investigation into the state of architectural criticism today
Projektpräsentation

Monica McTighe
Time Warp: Nostalgia as Critique in Contemporary Installation Art
Vortrag

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Onomé Ekeh: Machine Fragments (The Mechanae)
Interaktive Audio-Video-Installation

The mechanae ist nicht so sehr ein Spiel, vielmehr eine Provokation. wenn uns die Frage gestellt wird: „können Maschinen denken?“, sollten wir uns nicht auch fragen: „gibt es einen Unterschied zwischen der Maschine und dir oder mir?“ Worin besteht diese Wahrnehmungskluft zwischen unseren Werkzeugen und uns selbst? Konstituieren diese nicht auch Bewusstsein und, im weiteren Sinn, den Körper? „Maschinenfragmente“ setzt es sich zur Aufgabe, die kulturellen Schismen in Frage zu stellen, die diese Unterscheidung zwischen „Mensch“ und „Maschine“ hervorbringen. Sound fictions, die aus dem Blickwinkel von fühlenden Maschinen gesponnen wurden, untersuchen andere Maschinen auf Intelligenz. aus Sound-Vision-Experimenten entsteht mechanae, ein interaktives Element, das weniger die Aufdeckung einer machinischen Dimension im Menschen verfolgt, als vielmehr den Eindruck zu erwecken versucht, dass "Maschine" auch eine Art von Geschlecht bezeichnet...

Onomé Ekeh (*1966). geboren und aufgewachsen zu beiden Seiten des Atlantiks, begann Onomé Ekeh ihre Kariere als Malerin, entwickelte ein Interesse für Design und verliebte sich ins Kino. In der Folge wurde ihre Arbeit digital. Sie hat für Film-, Literatur- und Technologiezeitschriften sowohl in Europa als auch in den USA geschrieben, Projekte für das Theater erarbeitet und “Radio-Fiktionen” geschaffen. Sie lebt in New York City, ist regelmäßige Mitarbeiterin an mehreren transdisziplinären Projekten und hat bereits einige Forschungsstipendien erhalten, u.a. Jerome Foundation/Media Alliance, Harvest Works Digital Media Center Artist-in-Residence und Media & Visual Arts Residency am Banff Center for the Arts (Canada).




Rixt Hoekstra: Architecture….what´s criticism got to do with it?
An investigation into the state of architectural criticism today

Projektpräsentation

Rixt Hoekstra untersucht in ihrer Arbeit den prekären Standpunkt des Architekturkritikers im Kontext einer umfassenderen theoretischen und historischen Entwicklung. Diese setzte Ende der 1960er ein, als der italienische Architekt Manfredo Tafuri erklärte, dass die moderne Architektur ein Objekt für die Ideologiekritik sein solle. Ist die gegenwärtige Ambivalenz und sogar Antipathie gegenüber der Kritik möglicherweise eine Folge eben jener Vorstellungen, welche die Idee der Kritik und des Urteils vorangetrieben haben? Können wir einen Raum der Kritik aufrechterhalten, oder sollten wir, wie die niederländische Theoretikerin Mieke Bal feststellte, alle zu Kuratoren werden? Hoekstra baut ihre abschließende Präsentation auf das öffentliche Gespräch aufbauen, das sie im Künstlerhaus Büchsenhausen mit dem niederländischen Architekturkritiker Bart Lootsma geführt hat. Sie wird sich mit der Arbeit des Kritikers im Zusammenhang mit der Entwicklung der Architekturkritik seit den 1970ern auseinandersetzen.

Rixt Hoekstra (*1975) ist eine niederländische Architekturhistorikerin, die sich mit dem Standort und der Position des Historikers, Theoretikers oder Kritikers in diesem Bereich befasst. In ihrer Arbeit versucht sie, eine Architekturgeschichte anhand ihrer Subjekte anstatt ihrer Objekte - Gebäude, Architekten, Städte - zu (re)konstruieren. Eine intellektuelle Geschichte, die sich auf den Autor konzentriert, der lange Stunden vor dem Computer zubringt, um Erzählungen zur Kunst und Architektur zu entwickeln.



Monica McTighe: Time Warp: Nostalgia as Critique in Contemporary Installation Art
Vortrag

„Nostalgie hüllt alles, was in der Vergangenheit schmerzhaft oder unangenehm gewesen sein mag, in eine verschwommene, erlösend wohltuende Aura.”
Fred Davis, Yearning For Yesterday

In Video- und Filminstallationen, erfüllt vom Surren und Klicken altmodischer Filmprojektoren und der eingängigen Musik der 1960er, bedienen sich Künstler/innen wie Diana Thater, Tony Oursler und Renée Green veralteter Technologien und einer aus der Mode gekommenen Musik. Gleichzeitig vermarktet uns die Modeindustrie weiterhin Glockenjeans, Retro-Möbel und „Jackie O.“-Sonnenbrillen. Die Nostalgie ist überall. Theoretiker wie Fredric Jameson haben die Nostalgie von jeher als reaktionär betrachtet. Heutzutage aber wird sie einer Neubewertung unterzogen. Kann Nostalgie als kritisches Werkzeug dienen? Monica McTighe nimmt in ihrem Vortrag eine Analyse der möglichen Funktionen vor, die Nostalgie in einer kritischen künstlerischen Praxis einnehmen kann. Dabei untersucht sie, wie Green, Slater Bradley und andere Künstler/innen in ihren Arbeiten veraltete Technologien und Kulturpraktiken, wie etwa Dia-Shows und Vinyl LPs, einsetzen.

Monica McTighe (*1972) erlangte ihr Doktorat in Kunstgeschichte im Jahr 2005. Sie arbeitet gegenwärtig als Dozentin für Kunstgeschichte an der Tufts University in Boston, Massachusetts, wo sie über die Geschichte der zeitgenössischen Kunst schreibt und diese lehrt. Ihre Forschung konzentriert sich auf Installations- und ortsspezifische Kunst ebenso wie auf die Theorie und Politik von Subjektivität, Zeit und Erinnerung.



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