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Labor: Events 2003 - 2006

k.u.u.g.e.l. Verdachtsfall #2: Randzone. Achten Sie auf periphere Vorgänge!

Statements / Gespräche mit Daniel Winkler
Fr 11.04.2003, 19.30

Daniel Winkler, Stadtforscher zwischen Wien, Marseille und Paris.

Im Verdachtsfall #2 der re:control-reihe untersucht das kuugel-kollektiv den Stadtraum als Terrain der Überwachung. Daniel Winkler diskutiert anhand des 1997 entstandenen Dokumentarfilms de l'autre côté du periph von Bertrand und Niels Travenier die Frage der urbanen Marginalisierung der medialen Stigmatisierung sowie kriminalisierender Diskurse, die letztlich in Überwachungsmassnahmen münden.

Präsentation der Wiener Zeitschrift sinn-haft Spezialnummer Stadtforschung: Monopolis

Film-Screenings: kuugel-special-intro + de l'autre côté du periph von Bertrand und Niels Tavernier

Nachschlag: dj mam (Wien), kuugelbar & terrorkitchen

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hp03kuugel.jpg
de l´autre côté du périph
Frankreich, 1997
Ein Film von Bertrand und Nils Tavernier

Bertrand und Nils Taverniers Dokumentarfilm de l'autre côté du periph ist 1997 als Reaktion auf die von der französischen konservativen Regierung Juppé angekündigte Verschärfung der Aufenthaltsgesetzgebung entstanden. Die Brüder Taverniers nähern sich dem Thema der urbanen Marginalisierung und medialen Stigmatisierung anhand von Interviews mit Bewohnerinnen der hlm-Siedlung les grands pêchers bei Paris an, deren “unspektakulärer” Alltag als Gegenpunkt zum dominanten kriminalisierdenden Diskurs, von dem viele banlieu-Siedlungen betroffen sind, geschildert wird. Gleichzeitig werden über die Erzählweise (Einblendung von Archivmaterial, Montage etc.) des Films die politische Entstehungsgeschichte und die Drehumstände des Films thematisiert, allerdings ohne die eigene filmische Narration zu hinterfragen. Die Filmkamera, Symbol der staatlich-polizeilichen Überwachung, wird so zum Medium der “Gegenüberwachung”: vom Initationsmoment des Films, einer Pressekonferenz der Cineastinnen, die sich gegen den Gesetzesentwurf wenden, über die dreimonatige Interviewführung der Taverniers in Montreuil, wo die Videokamera zur täglichen Begleiterin der Bewohnerinnen und zum gegenüber der Polizei wird, die in der Siedlung regelmäßig (ohne Kamera) Kontrollen durchführt, hier aber selbst “überwacht” wird, bis zur Rezeption des zweiteiligen Fernseh-Dokumentarfilms..

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