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Labor: Events 2003 - 2006

Künstler-Residenzen – Ein Modell für eine Postgraduate-Akademie in Innsbruck?

Symposium
Fr 26.03.2004, 14.00 – 19.00


Das Symposium will Perspektiven und Möglichkeiten einer Postgraduate-Akademie auf den Grundlagen des Modells eines Artist-in-Residence-Programms und kuratierten Produktionslabors, wie es im Künstlerhaus Büchsenhausen praktiziert wird, ausloten. Dabei erörtern Fachleute aus international tätigen Einrichtungen Vor- und Nachteile dieses Modells für Innsbruck. Darüber hinaus werden Institutionen und Programme, die Künstlermobilität fördern, vorgestellt.
Programm

14.00 Begrüßung

14.30 „Interfaces für die Kunst – Produktion und Wissenstransfer im Künstlerhaus Büchsenhausen“ Andrei Siclodi, Künstlerhaus Büchsenhausen, Innsbruck

15.00 „Modell Künstlerhaus - über die Notwendigkeit der Konstruktionen ins offene“ Miro Zahra, Künstlerhaus Schloss Plüschow, Plüschow

15.45 „Pépinières - Artists in Residence, ein europäisches Künstleraustauschprogramm“
Sabine Reisner, Pépinières Österreich, Graz

16.30 Pause

17.00 „Post-academic institute? Research and production? Fine art, design and theory?“ *
Koen Brams, Jan van Eyck Academie, Maastricht

17.45 „Rijksakademie van beeldende kunsten – More than a residency“ *
Janwillem Schrofer, Rijksakademie van beeldende kunsten, Amsterdam

18.30 Abschließende Diskussion

* Vortrag in englischer Sprache mit Übersetzung

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Vorträge und Referenten

Andrei Siclodi: Interfaces für die Kunst – Produktion und Wissenstransfer im Künstlerhaus Büchsenhausen
14.30 Uhr

Das Künstlerhaus Büchsenhausen in Innsbruck ist ein Zentrum für künstlerische Produktion und Kommunikation mit internationaler Ausrichtung. Als eine Einrichtung des Vereins „Tiroler Künstlerschaft“, der größten Vereinigung bildender Künstlerinnen Tirols bildet das Künstlerhaus eine Schnittstelle zwischen den regionalen Künstler-Communities und den international tätigen Stipendiatinnen des Artist-in-Residence-Programms „büchsenhausen.air“. Mit dem Programm „büchsenhausen.air“ und dem Kurator/innen-Programm „büchsenhausen.labor“ fördert das Künstlerhaus Büchsenhausen in Tirol seit 2002 eine Kunstproduktion und -diskussion in einem international relevanten Kontext.

Andrei Siclodi
Kurator des Artist-in-Residence-Programms im Künstlerhaus Büchsenhausen, Mitglied des Kuratoren-Teams von büchsenhausen.labor (seit 2002). Kuratorische Assistenz und Öffentlichkeitsarbeit in der Kunsthalle Tirol, Hall (1999-2002).



Miro Zahra: Modell Künstlerhaus - Über die Notwendigkeit der Konstruktionen ins Offene
15.00 Uhr

Für einen von Kunst und Künstlerinnen auf unbestimmte Zeit bewohnten Raum ist das wichtigste, die eigene künstlerische Freiheit und inhaltliche Unabhängigkeit zu schützen. Nur in seiner Offenheit, Durchlässigkeit und Transparenz, und dem Mut zur Verwandlung hat das Modell Künstlerhaus eine Chance sich auf längere Sicht als „open space“ - als kreativer Ort für Kunst und Künstler zu behaupten. das Künstlerhaus sollte nicht nur als Produktionsstätte, sondern als Ort der Sammlung und der Kommunikation begriffen werden. Ein Durchgangsraum in dem das Hinaustreten aus der Zeit möglich sein kann. Ein Raum, der unabhängig von der Zeit auch unbedingt als ein Denkraum zu begreifen ist. Es ist ein Versuch der Konstruktion ins Offene.

Miro Zahra
Künstlerin und Kuratorin, zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Europa und den USA (seit 1985), Leiterin des Mecklenburgischen Künstlerhauses Schloss Plüschow (1997 – 2002), Mitglied des Exekutivkomitees von „Res Artis – Association of International Residential Art Centers“ (seit 1997).

http://www.plueschow.de



Sabine Reisner: „Pépinières – artists in residence, ein europäisches Künstleraustauschprogramm“
15.45 Uhr

Das Programm richtet sich an junge Künstler unterschiedlichster Disziplinen zwischen 20 und 35 Jahren, die am Anfang ihrer "Karriere" stehen und bietet ein professionelles Umfeld für künstlerisches arbeiten. Zum Netzwerk gehören mehr als 50 Residencies in 42 Städten in 16 europäischen Ländern sowie in Kanada. Pépinières hat den europaweiten Ideenaustausch auf der künstlerischen Ebene enorm forciert und ist ein erfolgreiches Beispiel für das Zusammenspiel eines Europas von morgen.

Sabine Reisner
Kunsthistorikerin, Projekt- und Geschäftsleiterin von „Pépinières Österreich“ (seit 1993), Geschäftsführerin des Hauses der Architektur in Graz, Organisationsleitung und Öffentlichkeitsarbeit „Steirischer Herbst“ (seit 1996).



Koen Brams: Post-academic institute? Research and production? Fine art, design and theory?
17.00 Uhr

„Post-academic“: I wondered what it could mean, and whether I could work with it. If „post“ means „after“ or „further“ than the academic, then I would or could maintain the term. If academic is synonymous with a procedure that has been standardised down to the last detail for dealing with a research problem, for disciplinary experiment, for the meticulously prescribed manner of presenting research, then the Jan van Eyck Academie offers an alternative. An alternative view of research and production is mainly about being prepared to go along as far as possible with the specificity of the discipline (fine art, design, theory) as well as the specificity of the research project (and therefore with the individual targets of the designer, artist and theoretician).

Koen Brams
Psycholinguist, Direktor der „Jan van Eyck Academie“ in Maastricht (seit Juni 2000), Chefredakteur der belgischen Kunstzeitschrift „De Witte Raaf“ (1991 – 2000), Herausgeber von „Erfundene Kunst. Eine Enzyklopädie fiktiver Künstler von 1605 bis heute“ (Eichborn Verlag, 2002).

http://janvaneyck.nl



Janwillem Schrofer: Rijksakademie van beeldende kunsten – more than a residency
17.45 Uhr

At the Rijksakademie 60 resident artists from around the world can work for a period of time on research, projects and production. Artists have their own studio, a stipend and the opportunity for dialogue with visiting artists, art critics, curators and other advisors. In addition to extensive technical workshops and advice, the facilities include a library, artists' documentation and art collections. Concentration on production and reflection are central to the residency. Rather than pursue standard methods, or focus on a prevailing stylistic approach or ideology, the Rijksakademie offers critical artistic, technical and theoretical support. The Rijksakademie offers a unique blend of the features of artists' residencies and research centers at the highest international level. The Rijksakademie also organizes the Prix de Rome, the oldest and most prestigious ‘state prize' of the Netherlands.

Janwillem Schrofer
Organisationssoziologe, Präsident der „Rijksakademie van beeldende kunsten“, Amsterdam (seit 1985), Berater zahlreicher Künstler, Künstlerplattformen (rain network), Kunstinstitutionen und Kulturprogramme im In- und Ausland.

http://www.rjiksakademie.nl



Abschließende Diskussion
18.30 Uhr

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