logo_buchsenhausen.gif

Bullet5 Aktuell
Bullet5 Künstlerhaus
Bullet5 Labor
Bullet5 Fellowship-Programm
Bullet5 Fellows
Bullet5 Tiroler KünstlerInnen
Bullet5 Büchs’n’Books
Bullet5 Büchs’n’Radio
Bullet5 Kontakt
Bullet5 Facebook
Bullet5 Twitter
Bullet5 Links
Bullet5 Suche
Bullet5 English
logo_kuenstlerschaft.gif
Labor

Die kurze Nacht des Protests

Open Air Screenings
Ein Projekt von Petra GERSCHNER
Im Rahmen der Innsbrucker stadt_potenziale
Ein Follow-Up des Internationalen Fellowship-Programms für Kunst und Theorie
Fr. 22. 07. 2016, 21.30, Vorplatz Tiroler Landestheater


Auf dem Platz gegenüber der Innsbrucker Hofburg (Rennweg 2, 6020 Innsbruck) startet am Freitag, den 22. Juli 2016, um 21.30 Uhr Die kurze Nacht des Protests. Im Zentrum der Stadt präsentiert die Künstlerin Petra GERSCHNER bei einem Open Air Screening Videoclips, Slideshows und Talks aus 35 Jahren Protest- und Widerstandsgeschichte.

Der Ort für gesellschaftliche Proteste ist der öffentliche Raum. Er ist Kristallisationspunkt für Demonstrationen und politischen Widerstand. Hier werden gesellschaftliche Konflikte und Widersprüche verhandelt und soziale Rechte erkämpft.

Mit Protest- und Widerstandsaktionen wird die Legitimität der herrschenden Verhältnisse öffentlich in Frage gestellt und die Mitbestimmung an der Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens beansprucht. In der kurzen Nacht des Protests befragt Petra GERSCHNER die Potenzialität der Praxen und Erfahrungen von Interventionen außerparlamentarischer sozialer Bewegungen und entwickelt eine Verbindung zwischen lokalen Ereignissen und globalen Diskursen und Prozessen.

Ausgangspunkt des Projekts ist die Auseinandersetzung mit der Struktur und Ordnung des öffentlichen Raums sowie den Spuren sozialer Widersprüche, subkultureller Einschreibungen und widerständiger Zeichen, die sich hier manifestieren. Rebellische Aufbrüche gegen herrschende Geschlechternormierungen, rassistische Ausgrenzungsmechanismen, Unterdrückungs- und Ausbeutungsverhältnisse werden in der kurzen Nacht des Protests entgegen dominanter Narrative als Aktualisierung des Möglichen thematisiert. Der öffentliche Raum wird damit zu einem fragmentarischen Bildarchiv kollektiv gestalteter Widerständigkeit. Diese Form der künstlerischen Reflektion von Geschichte lässt die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit für die Gegenwart präsent werden und stellt Fragen nach der Relevanz kollektiver Erinnerung: Welche Ereignisse finden Eingang in die offizielle Geschichtsschreibung? Welchen Platz nehmen Protest und Widerständigkeit im kollektiven Gedächtnis einer Stadtgesellschaft ein? Aus welcher Perspektive wird Geschichte erinnert und tradiert? Die kurze Nacht des Protests bringt die Stadt in Dialog mit ihrer Geschichte: In der aktuellen Auseinandersetzung sind Protestaktionen für die herrschende Ordnung unbequem und stoßen auf Abwehr und Verdrängung. Erst der Rückblick zeigt, wie bedeutend sie für den emanzipativen Prozess einer Gesellschaft sind.


Bitte Sitzkissen, Luftmatratzen oder ähnliches mitbringen!


Petra GERSCHNER ist Künstlerin, Filmemacherin und Kuratorin und lebt in München. 2013/14 war sie Visual Arts Fellow im Künstlerhaus Büchsenhausen.


Die kurze Nacht des Protests wird im Rahmen der stadt_potenziale Innsbruck gefördert und findet in Kooperation mit dem Künstlerhaus Büchsenhausen statt.
Gerschnerlange_Nacht3hp.jpg
© Petra Gerschner, headlines