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Labor: Events 2007 - 2009

Isidora Ilić: Write she says – Nathalie Granger

Vortrag und Filmvorführung
Di 28.04.2009, 19.00 Uhr


Warum waren weibliche Stimmen, historisch gesehen, so abwesend in einer reichen, über zweitausendjährigen Sprachtradition? Hat das nur damit zu tun, dass Frauen die Bildung verwehrt war, die ihnen den Zugang zur Diskursgemeinschaft erlaubt hätte? Oder gibt es eine spezifisch weibliche Art des Denkens, Sprechens und Interagierens, die es Frauen erschwert hat, in diesen Foren zu kommunizieren? In ihrem Essay „Le rire de la Méduse“ aus dem Jahr 1975 bot Hélène Cixous eine Lösung an, indem sie Frauen aufforderte, selbst zu schreiben. Cixous dehnt das Konzept der weiblichen écriture dahingehend aus, dass sie dessen Nähe zur Stimme hervorhebt.

Sind die Begriffe „weiße Tinte“ und „écriture féminine“ auch auf den Film anwendbar? Feministische Film- und Videoarbeiten entsprangen aus den Frauenbewegungen der siebziger Jahre und nahmen eine etwas unbequeme Position ein zwischen Kunst, Aktivismus und Unterhaltungsindustrie. Sie umfassen ein weites Spektrum, von abstrakten Avantgarde-Filmen und Dokumentationen bis zu autobiographischen Werken und sozial-aktivistischen Videos. Könnten wir in diesen Genres von einer feministische Filmsprache sprechen und einer solchen nachspüren? Wie wäre sie beschaffen und könnte man sie festmachen oder würden wir, indem wir die Sache definieren, ihre Schönheit zerstören, wie Cixous meinte …?


Eine Veranstaltung in der Reihe WRITING THE FEMALE FILM von Isidora Ilić.


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