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Labor: Events 2007 - 2009

BÜCHSENHAUSEN CONCLUDING PRESENTATIONS: Lieven De Boeck | Brigitta Kuster | Birgit Schlieps

Präsentationen
Fr 23.01.2009, 19.00

Abschlusspräsentationen der Fellows des Internationalen Fellowship-Programms für visuelle Künste und Theorie im Wintersemester 2008/09.

Die Installationen können vom 27.01. bis zum 12.02.2009
Di - Do, 15 - 18 Uhr und nach Vereinbarung besichtigt werden.


Lieven De Boeck
The Dictionary of Space. Public Space // Espace Public.
Enfin je vois clair en moi-même. J’ai peur d’être vu.

Installation

Als Abschluss seiner Untersuchungen zum öffentlichen Raum im Rahmen des Projektes Das Wörterbuch des Raumes zeigt Lieven de Boeck die Installation Espace Public. Enfin je vois clair en moi-même. J’ai peur d’être vu. Ausgehend von der Prämisse, dass öffentlicher Raum bereits in der Kommunikation zwischen zwei Personen entsteht, zeigt Lieven de Boeck eine Installation, die einen differenzierten Diskurs über die Konstitution von (Identitäts-)Raum durch die Methodologie der Sprache vorschlägt. Anlässlich der Präsentation spricht der belgische Architekturheoretiker Wouter Davidts über die Arbeit von Lieven de Boeck.


Wouter Davidts: On Being and Belonging - Lieven de Boeck's Work
Vortrag

It is said that Mies van der Rohe always carried a small Paul Klee painting in his suitcase. Whenever he stayed in a hotel, he hung it in place of the paintings that decorated his room, transforming the space - albeit only temporarily and partially - into a room of his own. Even the godfather of Modern Architecture seemingly needed a personal belonging to feel at home in a hotel room, the spatial epitome of the nomadic existence that modernity initiated and his later colleagues would experience at length. Charming as it may be, the story points to the irresolvable question of being and belonging in the modern era.

In his talk, Wouter Davidts will look at the different ways in which the work of Lieven De Boeck subtly plays upon the different facets of this relentless predicament: from rising nationalism to cultivated domesticity, from personal introspection to public exposure, or from poetic gestures to bare acts. [Text: Wouter Davidts]

Wouter Davidts ist Habilitationsforscher im Fachbereich Architektur und Stadtplanung an der Universität Gent. Gegenwärtig arbeitet er an einem Buch über Größe und Masstab in der zeitgenössischen Kunst und Architektur.


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Brigitta Kuster
À travers l'encoche d'un voyage dans la bibliothèque coloniale. Notes pittoresques
Video screening

Als Abschluß ihres Projektes Deutschland trait d’union Kamerun zeigt Brigitta Kuster das im Künstlerhaus Büchsenhausen produzierte Video À travers l'encoche d'un voyage dans la bibliothèque coloniale. Notes pittoresques (Deutsch: Durch die Kerbung einer Reise in die koloniale Bibliotek hindurch. Pittoresque Notizen.)

Deutschland trait d’union Kamerun ist ein dokumentarisch-experimentelles Video-, Installations- und Rechercheprojekt zu kolonialer Geschichte / Kontinuität, Erinnerungsbildern und Formen des Vergessens. Das Projekt setzt unterschiedliche Quellen der Geschichtsschreibung, des Erinnerns / Vergessens ins Verhältnis zueinander und lotet diese bezüglich ihrer Bedeutungskonstruktionen aus. Den Ausgangspunkt bildet eine exemplarische Konfrontation, welche nach der Bedeutung der längst vergessen geglaubten Geschichte des deutschen kolonialen Projektes im heutigen Kamerun fragt: In Balamba (Region Yambassa, Kamerun) wird bis heute die Verschleppung, Folterung und Ermordung des „chef superieur“ Bisselé Akaba im Zuge des Krieges mit den Weißen von 1892 überliefert. Bisselé Akaba ist der Urgroßvater von Moise Merlin Mabouna, der seit 2001 in Deutschland wohnhaft ist.

Die neue Videoarbeit von Brigitta Kuster & Moise Merlin Mabouna beschäftigt sich mit der Szene des sogenannten Erstkontakt–Mythos, in diesem Falle der ersten Begegnung zwischen der vom Hauptmann Curt von Morgen angeführten deutschen Expedition und den Vorfahren Moise Merlin Mabounas. Der Erstvorführung folgt eine erste Diskussion.


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Birgit Schlieps
City respirateur. Lecture in twelve parts
Installation

Mit der Installation und dem Vortrag City respirateur schließt Birgit Schlieps ihr Forschungsprojekt Trancemoderne im Künstlerhaus Büchsenhausen ab.

City respirateur meint die Beschreibung eines spezifischen Moments sowohl der Umdeutung als auch der Kontinuität von Körpern, Oberflächen, Territorien und Begriffen einer Stadt. Die Art Wild-West-Romantik, die in den 1960er Jahren den Bau der modernistischen Stadt Aktau in der kasachischen Steppe ermöglichte, verwirklicht sich heute direkt im weitergebauten Stadtbild. Es ist, als würden die geheimsten Wünsche ihrer Bewohner plötzlich offen ausgebreitet werden: eine Inversion der Oberflächen und in der Gesamtschau eine seltsame Uniformität artikulierter Wunschvorstellungen gegenüber dem Leben.

Methodisch versucht die Arbeit über Bild/­Text-Relationen zu fünf verschiedenen Orten mit der Zusammenstellung von Versatzstücken aus verschiedenen Zeitebenen eine taxonomische Lesbarkeit dieser Stadtlandschaft zu ermöglichen.


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